Thursday, March 4. 2010Shutter Island
Ich gestehe, der Film beinhaltete gleichzeitig eine Premiere für mich.
Ich war erstaunt wie viel ich von dem Film übersetzen konnte und somit verstanden habe. Ich würde es auf zirka fünfzig Prozent schätzen. Leo sein englisch versteht man wirklich sehr gut. In dem Film hat er sogar ein paar Mal auf deutsch geredet. Solche Szenen animieren dann immer mehr die Filme in der OV anzuschauen. So etwas kann man kaum synchronisieren. Die Kulisse def Films, eine Art Alcatraz für geistesgesörte Schwerverbrechen sorgte gleich zu Anfang für eine sehr düste Atmosphäre. Zwei Marshalls (einer von ihnen Teddy Daniels gespielt von Leonard DiCaprio) untersuchen auf der Insel das Verschwinden einer Patientin. Dabei geraten sie immer mehr in den Sumpf abstruser Wahrnehmungen und seltsamer Ereignisse. Viele von Teddys Halluzinationen sind auf seine traumatischen Erlebnisse aus dem zweiten Weltkrieg (Befreiuung eines Konzentrationslagers) zurückzuführen. Das meint zumindest der Zuschauer. Es lenkt den Besucher immer mehr vom eigentlichen und sehr überraschenden Ende des Filmes ab. Aus dem Grund verrate ich auch hier nicht mehr. Mir gefiel die gruselige Atmosphäre des Filmes. Allerdings erhoffte ich mir durch den Trailer einen etwas anderen Filminhalt. Ben E. Kingsley mimt den "Klinik" Direktor wirklich grandios. Auf der einen Seite wirkt sein Charakter sehr professionell. Auf der anderen Seite wirkt es als ob er etwas zu verbergen hat. Werden in der Klink wirklich Experimente gemacht? Was hat es mit dem mysteriösen Leuchturm aus sich? Fragen über Fragen. Am Ende kommt es dann im Leutchturm zu showdown und der Kinobesucher dürfte mehr als überrascht sein, was da die ganze Zeit abging. Ich vergebe hier 3/6 Punkte. Warum? Ich hatte mir einen anderen Filminhlat versprochen und übermäßig vom Hocker reißt einen der Film dann auch wieder nicht. Meiner Meinung nach genügt es auch, wenn man sich die DVD ausleiht. Zum Abschluss aber noch ein Filmzitat. Leos letzte Worte im Film: What ist better? To be like a zombie or dying like a man? Tuesday, February 16. 2010Up in the air
Die FAZ lobte diesen Film bereits in den höchsten Tönen in ihrem Feuilleton. Eine Paraderolle für Clooney sollte es sein. Schon als der Vorspann des Filmes lief, war mir klar, der Film kann nur gut werden. Ich fragte mich doch prompt, wann habe ich es das letzte Mal erlebt, daß ein Filmvorspann so lange lief. In den meisten Hollywoodstreifen sieht man och zu Anfang nur noch die drei Hauptdarsteller und er Film beginnt. Was ich hier meine ist ein Vorspann in dem fast alle Schauspieler werden genannt, Produzenten etc. auftauchen. Das gibt es echt nur noch selten. Sehr schade wie ich finde, den ich bin immer wieder von Kreativität in dieser Arbeit beeindruckt. In dem Fall von "Up in the Air" wurden recht interessante Luftbildaufnahmen im Stile von google maps gezeigt.
Die Schnitte während Einführung des Hauptcharakters Ryan Bingham (ob da Ryan Air gesponsert hat Der Film besitzt zwei Facetten wie ich finde. Da wäre zum einen der lustige Teil des Filmes erwähnt. Die Mimik und Dialoge der Darsteller sind wirklich zum schreien komisch. Die vor allem sehr gute Leistung von Vera Farmiga hat mir sehr gefallen. Sie ist mir bereits durch ihre Leistung in "Running Scared" und "Departed" aufgefallen. Die zweite Seite des Filmes dreht sich eher im das ernstere Thema des Streifens, den Job die die Figur Ryan Bingham ausübt. Er reist in der USA umher und seine Auftraggeber bitten ihn Leute in ihren Firmen zu entlassen, weil deren Chefs nicht den Mumm dazu haben. Die Gepräche die dabei geführt werden gehen schon arg an die Nieren. Schliesslich kann es einen auch selbst mal so treffen. Interessant fand ich dabei die Tatsache, dass die Leute die im Film fiktiv entlassen wurden im realen Leben wirklich arbeitslose Menschen in der USA sind. Das Ende des Filmes dürfte einigen nicht schmecken, da man sicher andere Erwartungen hatte. Aber genau deswegen vergebe ich ruhigen Gewissens eine Wertung von 6/6. Der Film ist rundum gelungen. Mir wurde während des Zuschauens nie langweilig. Ich habe mich während der Vorstellung sehr gut amüsiert und wurde auch zum Nachdenken angeregt. Filme dieser Art gefallen mir sehr. Ich hoffe 2010 noch mehr davon im Kino sehen zu können. Saturday, December 12. 2009Zombieland
Gestern abend gönnte ich mir mal eine andere Art von Film: "Zombieland". Vorbild für den Film könnte oder gar ist der Film "Shaun of the dead". Einziger Unterschied, die Splattereinlagen dürften etwas ekliger sein.
Bereits die ersten zehn Minuten des Films forderten mein Zwerchfell. Da wurden diverse Regeln vorgstellt, die das Überleben in Zombieland unentbehrlich machen. Wirklich witzig umgesetzt. Woody Harrelson überzeugt in seiner Rolle als knallharter Einzelgänger Tallahassee. In Sachen Coolness steht die Szene im Kaufhaus der Darstellung von Bruce Campell in "Tanz der Teufel" nichts nach. Da paßt einfach alles. Der Witz, die Splatterumsetzung und die Musik sorgten für die nötige Stimmung. Die Leute vom Makup seien hier auch gelobt. Der Looser Columbus gespielt von Jesse Eisenberg (The Village) brachte mich auf Grund seiner Erfahrungen in der Liebe (genial die Szene mit seiner Nachbarin) und dem Überleben in Zombieland sowie seiner Mimik sehr oft zum lachen. Das Gespann aus dem Looser und dem knallharter Typ funktionieren die beiden Hauptrollen Tallahassee und Columbus bestens. Die Tatsache, daß sie von zwei jungen Mädchen sich gleich zweimal das Auto klauen lassen, fand ich auch gelungen. Der Spruch von Columbus: "Mädchen sind in seinem Alter halt cleverer als die Jungen", deutet in etwa an, was den Zuschauer in dem Streifen erwartet. Der Gesichtausdruck von Woody dazu läßt einen kaum noch ruhig im Kinosessl sitzen. Der Showdown im Freizeitpark wurde zwar etwas übertrieben umgesetzt. Ich fand jedoch die Idee mit dem Freefalltower recht lustig. Ich hab mich prächtig amüsiert. Vieles erinnerte mich an ein gewisses Schiessbudenfeeling. Tallahassees Fahrt mit der kleinen Achterbahn im Stile einer "Wilden Maus" (im Warner Bros Movie World Freizeitpark in Bottrop heißt sie so) dürfte viele 3D-Egoshooter Fans erfreut haben. Die Äquivalenz zur Perspektive aus einem dieser Ballerspiele läßt sich kaum leugnen. Nur die in Doom fand ich noch besser umgesetzt. Was ich auch noch sehr gelungen fand, war der Gastauftritt eines berühmten Hollywoodschauspielers und dessen Tod. Sein Name werde ich hier nicht erwähnen. Weiterhin wurden auch derzeitige Computer- bzw. Internettrends wie World of Warcraft und Facebook ganz kurz auf die Schippe genommen. Man muss jedoch beide kennen, um auch darüber lachen zu können. Ich vergebe hier 6/6 Punkte. Ich bin halt Fan von Splatterfilmen und auch von Komödien. Beide Genre sind hier sehr gut ineinander verflochten worden. Tuesday, November 24. 2009Wollen Sie Geld zum Fenster rauswerfen? 2012
Ja? Wirklich? Sind sie sich ganz sicher? Ok. Ich habe sie hiermit gewarnt. Gehen sie ruhig in Roland Emmerichs neuen Film 2012. Keine Ahnung warum sich so viele Leute den unbedingt anschauen wollten und es wohl auch getan haben. Niko und ich hatten ja keine andere Wahl. Wir mußten ihn uns anschauen. Warum? Es kam nichts "Anderes" derzeit im Kino. Das Wort Besseres habe ich hier bewußt weggelassen.
Der Film bekäme eine -1, wenn meine Bewertungsskala einen Negativbereich hätte. Der Film war eine Mischung aus übertriebener Action und schmalziger Szenen. Diese wechselten sich permanent ab. Es war einfach nur grausam diese Bilder zu ertragen. Einzig allein die Darstellung von Woody Harrelson ware ein kleiner Lichtblick in den 240 Minuten. Als schlimm empfand ich auch die Pause während des Filmes. Also wie schon geschrieben, nervte der ständige Wechsel zwischen Action und Sülz zu sehr. Ich wußte ja eigentlich was auch mich zukommen würde. Die Actionszene wirkten jedoch eher wie aus einem Computerspiel. Die Flucht im Auto vor der aufreißenden Erde fand selbst ich zu übertrieben. Gelungen war die Umsetzung bzw. die Idee mit den Archen. Auch wenn die Menschheit in der Zeit sicherlich nicht so etwas Gigantisches auf die Beine stellen könnte. Ich breche hier ab, weil ich dem Film nichts berichtenswertes abringen kann. Ich empfehle allen sich diesen Film nicht anzuschauen. 1/6. Dieses Jahr scheint das Jahr der Komödien zu sein. Saturday, November 14. 2009Kino - zwei Komödien, zwei Unterschiede
Es gibt solche und solche Komödien. Filme mit wie "Selbst ist die Braut" sind für mich immer wieder einen Kinobesuch wert. Da können selbst noch Nerds lachen, wenn mitten in Alaska sich der Mac per Modem ins Internet einwählt. Gell Niko.
Ich fange mal mit dem positiven Film an. "Die nackte Wahrheit" ist wirklich nackter als nackt. Er ist ein wunderbarer Film, der den Krieg der Geschlechter wunderbar in Szene setzt. Er liefert einen Brüller nach dem anderen. Es kommen beide Seite auf ihre Kosten. Mal wird der Mann verarscht und mal die Frau. Beide Darsteller, Gerard Butler und Katherine Heigl spielen wirklich herrlich. Die Frau strahlt Charisma aus, bei dem jeder Mann schwach werden kann. Das Aussehen von Gerard Butler ist sicherlich nicht jeder Fraus Sache, aber er spielt unwahrscheinlich gut den Typ von einem männlichem Ar... Die Handlung beschränkt sich drauf, daß der Fernsehmoderator einer Show über Beziehungen gespielt von Gerard Butler seiner neuen Produzentin zeigt, wie sie ihren Traummann erobert. Als Gegenleistung darf er seine Show so gestalten wie er will. Das am Ende alles etwas anders kommt, kann man sich ja denken. Auch wenn ich Happy Ends nicht mag, aber das in dem Film war einigermaßen erträglich. Dem Zuschauen sei noch folgendes gesagt: Es erwartet ihn eine megaerotische Tanzszene. Bei dem schlechten Film handelt es sich um "All inclusive". Diesen zog ich mir gestern rein. Die Betonung dabei liegt auf zog. Der Film ist wirklich schlecht. Alle guten Szenen wurden bereits im Trailer gezeigt. Es gab wirklich kaum Szenen in denen der Zuschauer ordentlich lachen konnte. Niko brachte es auf den Punkt. Das ist ein Teeniefilm für Erwachsene. Die Darsteller sind halt nicht im Alter von 18 Jahren sondern eher in den Vierzigern Ich werde mich hier auch nicht weiter über den Film auslassen. Es hat keinen Sinn. Er wird dadurch nicht besser. Ganz im Gegenteil, es fallen mir dabei Sachen ein wie: Selbst die Szene nach dem Abstand ergab Null Sinn. Einzig allein die blauben Augen der Partnerin (Malin Akermann) von Vince Vaughns Part waren einen Blick wert. Ich vergebe folgende Wertung: Die nackte Wahrheit 6/6 All Inclusive 1/6 Sunday, October 25. 2009Die nackte Wahrheit
Ich kann gar nicht verstehen, warum dieser Film auf filmstarts.de nur 5/10 Punkten bekam. Also bei mir erhält er 5/6. Ich habe nach "Selbst ist die Braut" wieder mal selten so gut gelacht im Kino.
Der Film nimmt das Thema zwischenmenschliche Beziehung dermaßen auf die Schippe, daß es nur so knallt. Hin und wieder wird zwar hemmungslos übertrieben, aber das ein oder andere Mal fühlt sich das jeweilige Geschlecht sicherlich dabei erwischt, wie es genauso handeln würde. Die Pointen fallen am laufenden Band, so daß der Besucher sich vor lauter Lachen im Kinosessel krümmt. Die beiden Hauptdarsteller Gerard Butler und Katherine Heigl spielen brillant. Katherine Heigl sieht einfach umwerfend aus und Gerard Butler mimt den Machotypen mit weichem Kern sehr gut. Beide zeigen gegen Ende des Filmes eine für meinen Geschmack wahnsinnig erotische Tanzszene. Die DVD von dem Film werde ich mir wohl kaufen. Den so einen Film kann man immer wieder anschauen. Ich vergebe hier 5/6 Punkten. Einen Punkt Anzug gibt es von mir wegen dem obligatorisch kitschigem Ende. Wobei die Bettszene zum Schluss wieder einen Brüller liefert. Saturday, May 2. 2009Knowing
Dieser Film hat bei mir und Heike einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich wußte ja bereits, daß es sich um einen Science Fiction Film handelt, aber daß er so gut auf uns wirkte, hätten wir beide nicht gedacht. Wir waren echt von den Socken.
Was kann man zum Film sagen, ohne einige Sachen bereits verraten. Der Film hat nicht allzuviel Action. Aber wenn es dann zu den Krachern kommt, dann wirken diese Szenen dermaßen erschreckend echt, daß man das Gefühl hat mittendrin zu sitzen. Zumindest ging es uns beiden so. Ich war wirklich baff. Die Szene in der U-Bahn wird mich wohl noch einige Wochen verfolgen. Wer weiß wie ich am Montag vom Münchner HBF zum Patentamt kommen werden. Wer sich diesen Film antut und meine Bewertung bestätig wissen will, sollte sich auf einen Science Fiction Film einstellen und nicht nach irgendwelchen realistischen Szenen suchen. Ich gebe zu, es handelt sich bei "Knowing" um Popkornkino. Mehr hatten wir aber auch nicht erwartet. Für alle, die einen tiefsinnigen Film sehen wollen, müssen um den Streifen einen Bogen machen. Nicolas Cage spielte für mich gut wie immer. Die Rolle erforderte auch nicht allzu viel gestalterisches Können. Somit gab es nicht viel falsch zu machen von seiner Seite aus. Sein Sohn, Chandler Canterbury, spielt seine Rolle als wiederspenstigen in Erinnerung schwelgenden Sohn auch recht gut. Ich will mich jedoch nicht über die Charakterdarsteller groß auslassen. Gegen den Actionszenen hätten sie ehe keine Chance gehabt. Die Story selbst wird viele wohl nicht überzeugen. Mir jedoch hat sie ausgereicht, um einen schönen Kinoabend mit meiner Frau zu verbracht zu haben. Ich vergebe 6/6 Punkte weil:
Sunday, March 15. 2009DVD Lucky # Slevin
Irgendwie ist dieser Geheimtipp von Film an mir vorbeigegangen. Leider. Aber nun ist wieder alles gut. Ich habe ihn gestern Abend auf DVD angeschaut. Was soll ich schreiben. ANSCHAUEN. Zumindest sollten das die Leute machen, denen schon Filme wie "Snatch", "Bube Dame König Gras" oder "Pulp Fiction" gefielen. Die skurile Story des Filmes wird hervorragend dem Zuschauner Stück für Stück näher gebracht und ergibt am Ende des Filmes ein wunderbar rundes Bild. Ein Film genau nach meinem Geschmack.
Zum Inhalt des Filmes werde ich nicht sehr viel schreiben, weil man sonst bereits zuviel verraten würde und der Aha-Effekt am Ende des Filmes ginge verloren. Der Film lebt neben der guten Geschichte auch von der sehr guten Besetzung. Da wäre z.B. die beiden Gangsterbosse, gespielt von Morgan Freeman und Sir Ben E. Kingsley. Deren Monologe in dem Film sind so herrlich sinnfrei, dass sie zum schiessen komisch sind. Es freut mich, dass diese beiden sehr guten Schauspieler sich auch zu solchen Filmen haben hinreißen lassen. In der Hauptrolle sehen wir Josh Hartnett. Endlich kann er hier mal seine wirklichen schauspielerischen Fähigkeiten zeigen. Bruce Willis spielt einen gewissenlosen Killer. Diese Art von Rolle dürfte ihm nicht sehr schwer gefallen sein. Lucy Liu glaänzt in der Rolle der kriminologisch veranlagten Nachbarin. Mich wunderte es, daß ein so genialer Film im Kino an mir vorbeigegangen war. Kann es sein, daß er gar nicht im Kino lief? Die DVD werde ich mir auf jeden Fall kaufen. Der Film bekommt von mir 6/6 Punkte. Friday, March 13. 2009Gran Torino
Je älter der Herr Eastwood wird, umso besser werden seine Filme. Dieser Film für mich jetzt schon das Kinohighlight des Jahres 2009. Ich hatte gedacht, dass er mit seinem grandiosen filmischen Werk "Mystic River" seinen filmischen Höhepunkterreicht hätte. Dem scheint wohl nicht so gewesen zu sein, beschleicht es einen, wenn man "Gran Torino" gesehen hat. Leider ist es laut FAZ der der letzte Film von Eastwood, in dem er einen als Darsteller fungiert.
Die Rolle des schrulligen Koreaverterans ist Eastwood auf dem Leib geschrieben. Die Sprüche in dem Film haben mir vor lauter Lachen Tränen in die Augen getrieben. Ich habe schon lange nicht mehr so gut gelacht im Kino. Den schrulligen Walt Kowalski (irgendwie paßt der Name) nimmt man Eastwood von Anfang an ab. Herrlich wie er seine Familie mehr oder weniger haßt, weil sich z.B. seine Enkel während der Beerdigung seiner Frau daneben benehmen, oder weil einer seiner Söhne ihm zum Geburtstag eine Überweisung ins Altersheim schenkt. Irgendwie kann man ihn verstehen. Kowalski ist der letzte seines Schlages, der in der Straße seines Anwesens übrig geblieben ist. Erwähnt sei auch noch der Priester Father Janovich, welcher verzweifelt versucht Walt zur Beichte zu bewegen, weil er Walts Frau kurz vor ihrem Tod versprochen hat. In der Nachbarschaft verkommen die Häuser, es ziehen überall Asiaten ein und es treiben sich Gangs auf der Straße herum. Die indirekte Verteidigung seines Rasens gegenüber einer Gang führte dazu, daß er sich nach und nach mit der Tochter der Nachbarsfamilie, Sue Lor anfreundet. Er fängt an menschlich gesehen aufzutauen. Den Zuschauer stellt sich von an Anfang an die Frage, was Walt wohl im Koreakrieg erlebt hat, weswegen er so verbittert geoworden ist. Die Auflösung erfolgt in einer sehr kurzen Szene kurz vor dem Finale des Filmes. Das Finale besteht aus einem mehrfach indirekten angedeuteten Racheakt Kowalskis gegenüber der Gang, die den Nachbars Sohn immer wieder attakiert, sich an Sue "vergehen", weil Walt einen ihrer Gang etwas in die Mangel nahm. Das Ende war für mich nicht wirklich überraschend. Ich will es hier aber auch nicht erzählen oder weiter andeuten, weil ich möchte, daß man sich den Film unbedingt anschauen sollte. Dieser Film von Eastwood ist zusammen mit "Mystic River" ein must have für mein DVD Regal. Schon alleine, weil ich nochmal die Dialoge komplett zu Ende hören möchte, ohne das diese im schenkelklopfenden Lachen des Kinopublikums untergehen. Ich gebe dem Film 6/6 Punkte. P.S. Kann es sein, daß ich in dem Artikel der Genitiv sehr häufig verwendet wird? Sunday, March 1. 200996 Hours
Ich gebe es ja zu. Ich bin etwas spät dran mit dem Review des Mann-sucht-Tochter-und-mischt-Paris-auf Thrillers. Zum einer Entschuldigung kann ich nur berufliche Turbulenzen sowie Faulheit bezüglich Schreiben angeben. Dabei war der Film richtig gut.
Mein Kollege Niko brachte es mit einem Satz auf den Punkt. "Ein Film mit guter Action mit guter Handlung." Recht hat er. Das gab es schon lange nicht mehr. Vor allem mit Liam Neeson in der Hauptrolle wird der Film wirklich zum Erlebnis. Man hätte vorab meinen können, dass der Charakterdarsteller gar nicht in dieses Genre paßt. Dem ist aber nicht so, wie man sich selbst durch einen Besuch einer Vorstellung mit dem Film davon überzeugen kann. Die Handlung selbst ist eigentlich sehr einfach. Ein Vater, geschieden, durch seinen Job als Krisenagent im Auftrag der Regierung dauernd im Ausland unterwegs gewesen, hat eine junge Tochter, die nach Paris möchte. Er ist durch seinen Job etwas übervorsichtig geworden und stimmt der Reise nur mit Unbehagen zu. Es kommt wie es kommen muss, sie wird von albanischen Frauenhändlern entführt. Der Vater fliegt nach Paris und folgt einer Reihe von Spuren, um sie zu retten. Teilweise werden für meinen Geschmack recht heftige Bilder gezeigt. Ein Beispiel sind die unter Drogen gesetzte Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden. Wenn man bedenkt, dass es so etwas wirklicht irgend gemacht wird, dann ist das sehr grausam. Umso mehr wünschte man sich während des Filmes, dass der Vater diese Typen abschlachtete. Ich gebe dem Film 5/6. In dem Film stimmte einfach alles, Handlung, Action und sogar etwas Witz. Abzug gab es nur, weil einige kleine Punkte doch etwas unrealistisches wirkten. Beispiel: Lockere Halterung eines Rohres an der Decke, was Liam Neeson verhilft drei Gegnern zu entkommen.
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